Pädagogen der Max-Ernst-Schule in Euskirchen haben einen Arbeitskreis begonnen, in dem sie Gebärdenbilder aus dem großen Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache mit eigenen Pfeilen versehen. Diese Gebärdenbilder werden zur gemeinschaftlichen, nicht kommerziellen Verwendung in einem Online-Speicher abgelegt. Zugang zum Online-Speicher der Bilder siehe hier.
Vom 17.-20. Mai 2012 findet in Duderstadt die jährliche Tagung des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e. V. statt. Unter dem Titel "Alle inklusive: Was braucht die Familie? - Selbstverständlich dazugehören, was heißt das in meiner Familie" finden Vorträge, Diskussionen, Workshops, tolles Kinderprogramm und ganz viel Gedankenaustausch statt. Es lohnt sich für alle Eltern, zur Familientagung zu kommen, ob gehörlos oder hörend! Lesen Sie hier das Programm und das Anmeldungsformular.
Hans Busch, gl. Vater von zwei gl. Kindern und einer gl. Enkelin schreibt zum ablehnenden Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts über die inklusive Schulbildung für die beiden gehörlosen Mädchen in Bayern. "... Unseren eigenen Erfahrungen entsprechend lernen Gehörlose in Förderschulen kein normales Deutsch, nur noch sehr vereinfachtes Deutsch oder das unter uns sogenannte "Papageideutsch"... Hiermit fordern wir die unverzügliche Umsetzung der inklusiven Bildung für gehörlose/hörbehinderte Schulkinder an Regelschulen und vom Freistaat Bayern die Übernahme der Dolmetscherkosten ...". Lesen Sie hier den kompletten Artikel.
Das Diskriminieren der Eltern behinderter Kinder
scheint in Schwaben Methode zu haben. Nicht nur,
dass gehörlosen Kindern der Dolmetscher in der
Regelschule verweigert wird, es wird sogar noch
weiter gegangen. Der Bezirk Schwaben – in Person
Jürgen Reichert – Bezirkstagspräsident - verweigert
auch die volle Kostenübernahme für persönliche
Assistenz behinderter Kinder, Assistenz, die wichtig
für eine echte Teilhabe wäre. Der Bezirk Schwaben
betont immer und immer wieder, er würde seinen
Verpflichtungen nachkommen. Dem ist offensichtlich
nicht so!
Kosten, die in Förderschulen und Internate fließen,
Kosten z.B. an denen der Bezirk „hintenherum“
mitverdient, werden anstandslos übernommen. Wenn es
aber um echte Teilhabe an der Gesellschaft geht –
raus aus den Ghettos –
dann werden die Kosten nicht übernommen. Es wird
Zeit, dass die Praktiken des Bezirks Schwaben von
neutraler Seite überprüft werden!
Der Bezirk Schwaben ist in meinen Augen ein
Inklusionsverhinderer, keine Eingliederungshilfe.
Man kann allen Eltern behinderter Kinder im Bezirk
Schwaben nur raten: Zieht weg aus Bayern – bis man
dem Treiben ein Ende setzt!
Pressemitteilung des Bezirkstagspräsidenten Herrn
Reichert und Zeitungsartikel in Business for
Business Schwaben
Freistaat bei Inklusion in der Pflicht:
Herr Reichert sagt in seiner Pressemitteilung
folgendes:
„Notwendig sei es überdies, dass der Freistaat auch
die finanziellen und personellen Defizite an
Förderschulen behebe. „Fast die Hälfte der vom
Bezirk Schwaben finanzierten Schulbegleiter sind
derzeit an Förderschulen tätig, weil ihre Hilfe dort
für die Kinder notwendig ist“, kritisiert der
schwäbische Bezirkstagspräsident. „Schulbegleiter
sind nicht dazu da, Personaldefizite in
Förderschulen auszugleichen“. Reichert fordert daher
eine Diskussion auf Landesebene. Die
Finanzierungs-Verantwortung für ein inklusives
Schulsystem soll vollständig durch den Freistaat
Bayern übernommen werden.“
Auf ein Ergebnis dieser Diskussion können die
Kinder aber nicht warten.
Herr Reichert vergisst auch zu erwähnen, dass das
Förderzentrum Hören in Augsburg eine GMBH ist, die
dem Bezirk Schwaben zu Teilen gehört. Damit besteht
für den Bezirk Schwaben ein unsäglicher
Interessenskonflikt zwischen der Finanzierung von
Inklusionsmaßnahmen an Regelschulen und der
Auslastung seiner eigenen Schule, der auf dem Rücken
der Kinder ausgetragen wird. Selbst im Kindergarten
– SVE - des Förderzentrums Hören in Augsburg
benötigen gehörlose Kinder
Gebärdensprachdolmetscherinnen, weil sich die
Erzieherinnen nicht in Gebärdenspache verständlich
machen können. Ja richtig gelesen, selbst auf
Kindergartenniveau können sich die Angestellten
nicht in Gebädensprache verständigen! Gehörlose
Kinder bräuchten auch im Förderzentrum Hören
Gebärdensprachdolmetscherinnen, damit sie dem
Unterrricht vollständig folgen könnten. Herr
Reichert sollte also einmal anfangen vor seiner
eigenen Haustüre zu kehren und die Defizite im
Förderzentrum in Augsburg beheben.
Davon abgesehen sind die Beförderungskosten ins FZ
und eventuelle Unterbringung im Internat für die
gehörlosen Kinder genauso hoch oder aber sogar
teurer als die Dolmetscherkosten vor Ort in der
Regelschule. Zudem müssten die Eltern in der
Regelschule keine Angst vor einem niedrigem
Lernniveau haben und die Kinder müssten nicht ein
Leben lang das Stigma der „Sonderschule“ mit sich
tragen.
Es wird Zeit, dass der Bezirk Schwaben einsieht, was im Moment Recht und Gesetz ist und was die Kinder dringend brauchen!
Auch das Fernsehen für Augsburg und Schwaben a.tv hat den Fall aufgegriffen und berichtet darüber.
Vanessa und Melissa kämpfen weiter um ihr Recht
auf Gebärdensprachdolmetscherinnen in der
Regelschule.
Nachdem in verschiedenen Zeitungen und im Internet
viel für die Kinder geschrieben wurde, sich viele
Unterstützer engagieren, wurden nun auch zwei
Berichte im bayerischen Fernsehen gesendet.
Beitrag der Sendung quer. An den Äußerungen des
Bezirktagspräsidenten, Jürgen Reichert, kann man
erkennen, worum es in Wirklichkeit geht: GELD. Herr
Reichert schiebt die Last auf das Kultusministerium,
der Kultusminister, Herr Spänle, hat in
Veröffentlichungen die Verantwortung auf den Bezirk
geschoben. Der Streit wird auf dem Rücken der Kinder
ausgetragen.
Beitrag der Sendung Schwaben und Altbayern aktuell.
Da wird mal kurzer Hand behauptet, dass Dolmetscher
Wissen vermitteln und nicht nur den Zugang zur
Bildung ermöglichen, um so die Finanzierung auf das
Kultusministerium zu schieben.
Frau Badura, die Behindertenbeauftragte der
bayerischen Landesregierung bringt es auf den Punkt:
Es ist egal, wer das bezahlt, es muss für die Kinder
eine Lösung gefunden werden, und zwar schnell.
Ein Beitrag des Deutschlandradio Kultur: Jedes
Jahr kommen in Deutschland rund 1000 Kinder gehörlos
zur Welt. Zwei Drittel von ihnen erhalten schon früh
ein Cochlea-Implantat: eine kleine Apparatur
bestehend aus Elektrode, Funk-Empfänger und Magnet,
die direkt in den Schädelknochen implantiert wird.
Dank ihrer lernen die Kinder Hören und Sprechen.
Doch das Cochlea-Implantat schürt Ängste: Die
Gehörlosen fürchten um ihre Kultur und ihre
ausdrucksstarke Sprache, die Gebärdensprache. Zumal
der Erfolg solcher Hörprothesen nicht immer
garantiert ist: Etwa 40 Prozent der Behandelten
müssen anschließend eine Hörbehinderten- oder
Gehörlosenschulen besuchen.
Lesen Sie hier das Manuskript der Radiosendung.
Im Fall der beiden gehörlosen Mädchen hat die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Bayern gemeinsam leben – gemeinsam lernen im Namen der Eltern der gehörlosen Mädchen Verfassungsbeschwerde beim bayerischen Verfassungsgerichthof gegen die Entscheidungen der Sozialgerichtsbarkeit eingelegt. Es sind mehrere Versäumnisse - auch von der Schulverwaltung - aufgedeckt worden. Ich bin dankbar für die Unterstützung, die den Kindern entgegengebracht wird. Viele Menschen sind nun bemüht für die beiden Kinder noch eine Lösung zu finden. Hier die Pressemitteilung.
Gehörlose Mädchen besuchen Regelschulen: Die SPD Bayern fordert: Der Bezirk Schwaben muss Gebärdendolmetscher zahlen. Der Kultusminister soll persönlich dafür sorgen, dass die Kinder schnell Hilfe bekommen und das Inklusionsgesetz mit Leben erfüllt wird. Lesen Sie hier die Presseerklärung der SPD.
Liebe Eltern hörgeschädigter und hörender Kinder,
liebe Gebärdensprachfreunde,
nachdem unsere erste Vorlesestunde für Kinder in DGS
in der Münchner Stadtbibliothek mit
15 Kindern ein voller Erfolg war, wollen wir sie nun
auch im neuen Jahr fortsetzen. Es gibt bereits einen
neuen Termin für die nächste Vorlesestunde:
Am Mittwoch, den 25. Januar.
Jedes Kind, ob hörend oder gehörlos und sich
für die Gebärdensprache interessiert, ist ganz
herzlich willkommen! Vorlesen wird dieses Mal Thomas
Mitterhuber aus dem Buch "Der
Grüffelo", wir würden uns sehr freuen, wenn Sie
uns mithelfen, diese Information und das Plakat an
andere Eltern weiterzuleiten. Viele Grüße, das
Vorleseteam
Wir wünschen allen unseren Kunden und allen Gebärdensprachinteressierten ein gutes und gesundes Neues Jahr 2012.